Samstag, 24. August 2013

Durch die Wüste nach San Diego

Am letzten Abend in Palm Springs sind wir doch nicht mehr essen gegangen sondern waren noch gemütlich am Pool gesessen, haben ein paar Nachos genascht, ein Bier (bzw. ich einen Margherita aus der Dose, überraschend lecker) getrunken und Tischtennis gespielt. War auch so ein toller Abend.

Am nächsten Morgen ging es dann - nach einer seeehr leckeren Stärkung bei Dennys (Pancakes mit Pekanüssen und Bananen, dazu zwei Eier over easy) auf nach San Diego. Basti hat die Route über das "Niemandsland" ausgewählt, also über Salton Sea http://de.wikipedia.org/wiki/Saltonsee. Dieser See ist das größte Gewässer Califoniens und ist zufälligerweise 1905 durch einen Dammbruch entstanden. Nachdem man den See der sich da mitten in der Wüste gebildet hat, eingrenzen konnte, wurde er in den 20er Jahren ein beliebtes Ausflugsziel für die reicheren Amerikaner. Da der See aber keinen Ablauf hat und nur von sehr schmutzigen Flüssen befüllt wird, ist der Salzgehalt immer weiter angestiegen bis er dann fast umgekippt ist (und immernoch knapp am Umkippen ist). Nachdem der Salzgehalt immer weiter gestiegen ist wurden auch die Touristen immer weniger und jetzt sind die damals rasant gebauten Städte fast alle Geistertstädte. Hier ist noch ein tolles Video dazu, wenn es jemanden näher interessiert: http://www.youtube.com/watch?v=otIU6Py4K_A
Wir sind dann bei einem fast verlassenen Städchen raus und haben uns ein bisschen umgesehen - da war es echt gruselig!! Lauter tote Fische die da angeschwemmt werden, verlassene, runtergekommene Villen und eine unendliche Hitze in der man kaum atmen kann. Man war ich froh, wieder im Auto zu sein! Basti hat da aber tolle Fotos gemacht, wenn ich die habe kommen sie natürlich auch hier mit rein.
Dann sind wir weiter in die Wüste in Richtung San Diego, immer näher an die Mexikanische Grenze. Dort kam uns dann auch ein paar mal die Border Patrol entgegen und auf der Strecke mussten wir dann durch eine Station mit ca. 50 Kameras fahren, krass! Wo wir jetzt wohl überall aufgezeichnet sind? Wir haben mal so einen Bericht gesehen über die Mexikanischen Flüchtlinge, die über diese Ecke in der Wüste nach Amerika fliehen... Was die wohl durchmachen, bei diesen Temperaturen?
Gestern Abend haben wir noch über Priceline ein Holiday Inn in San Diego erboten - naja ich hab mir zwar was tolleres erhofft, aber ich war froh dass wir übers Wochenende ein Hotel hatten, während Ferien und Wochenende ist ja doch noch einiges los!

Das einchecken im Hotel verlief auch wieder problemlos, das Zimmer ist ganz nett, mehr aber auch nicht. Der Blick direkt auf die Klimaanlagen ist umwerfend ;-)
Am Abend sind wir dann noch in die "Old Town" von San Diego gegangen, der Geburtsort von Kalifornien. Hier haben sich die Europäer in Kalifornien als erstes angesiedelt, die alten Häuser die sie damals gebaut haben stehen unter Denkmalschutz und ziehen die Touristen an. Alles ist ziemlich mexikanisch-touristisch aufgemacht, mit vielen Souveniershops und bunten Hütten. Da wir einen riesigen Hunger haben kehren wir beim Mexikaner am Platz ein. Wir haben eher eine kleine Abzocke erwartet, aber das essen war sehr sehr gut und garnicht mal teuer. Toll was es alles für vegetarische Alternativen beim Mexikanischen Essen gibt!

Nach dem Essen sind wir dann totmüde ins Bett gefallen, war ein anstrengender Tag! (Ha, und ich bin gefahren ;-)

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